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… hieß es am Samstag, den 17. September 2011, in Görlitz. Aus diesem Anlass hatte der Ortsverband die Görlitzer Bürger sowie das Umland zu einem Tag der offenen Tür geladen. Die Aktivität fand auf dem Gelände des THW Ortsverbandes Görlitz statt.
Eröffnet wurde die Veranstaltung um zehn Uhr durch ein paar Worte des amtierenden Ortsbeauftragten Daniel Reichstein. Er bedankte sich bei all denen , die sich schon seit Jahren für den Ortsverband Görlitz engagieren und ohne die es ihn nicht gäbe – bei den Helfern. Aber ein Dank ging auch an die Helfer von damals, Helfer aus den Geschäftsführerbereich Schwandorf. Vor zwanzig Jahren half dieser Geschäftsführerbereich den Ortsverband aufzubauen. Aus diesem Anlass kamen aller 14 Tage Helfer aus dem Geschäftsführerbereich Schwandorf um die „neuen“ Helfer auszubilden. Zwei Jahre wurde diese aufwändige Arbeit betrieben, bis Helfer des Ortsverbandes Görlitz die Ausbildung selbst übernehmen konnten.
Helfer aus den damals ausbildenden Ortsverbänden, Vertreter des Landkreises Görlitz, des THW Länderverbandes Sachsen/Thüringen, die Geschäftsstelle Dresden und der Leiter der Berufsfeuerwehr Görlitz und ehemaliger Jugendbetreuer im Ortsverband gratulierten ebenfalls. Es hatte schon etwas ergreifendes, wenn man bedenkt, dass Görlitz der erste Ortsverband Sachsens war.
Nachdem alle gesprochen hatten, eröffnete Daniel Reichstein die Technikschau sowie die diversen Informationsstände. Jede Gruppe stellte ihr Fahrzeug vor und erklärte die Technik. Manche der Geräte konnten sogar selbst ausprobiert werden. So auch der Spreizer vom Rettungssatz (Schere und Spreizer) mit dem ein Ei von eine Pylone auf eine zweite. Das Ei durfte dabei natürlich nicht zerbrechen. Wenn es doch passierte, saugte das am Fuße der Pylone verstreute Bindemittel das flüssige Ei auf. „Dennoch müssen wir regelmäßig den Spreizer säubern, denn ein wenig bleibt auch an diesem hängen.“, erklärt Michael Thierbach, Helfer der ersten Bergungsgruppe.
Wenn man das Ei nach etlichen Versuchen mit viel Gefühl unzerbrochen von A nach B transportiert hatte, konnte man nur wenige Meter weiter seine Höhentauglichkeit testen. Die zweite Bergungsgruppe hatte den Bergeturm aufgebaut. Mit Hilfe eines Rollgliss und einem Gurtsystem wurden die Besucher gesichert. An einem Netz, aufgespannt am Bergeturm, konnte man nun nach oben klettern, wo es einen Gegenstand zu entdecken galt. Diesen Gegenstand nannte man unten und bekam ihn als kleines Präsent.
Gleich in der Nähe des Bergeturms hatten sich fünf Jugendliche der Jugendgruppe des Ortsverbandes zum Ziel gesetzt, neue Junghelfer mit dem Hebekissenspiel zu werben. Hierbei musste eine Kugel durch ein Labyrinth manövriert werden. Das Labyrinth bewegte sich, in dem mit der Kontrollstelle des Hebekissensystems Luft aus den Kissen zugeführt oder abgelassen wurde.
Die Fachgruppe Räumen und die Fachgruppe Beleuchtung betrieben in Gemeinschaftsarbeit die nächste Station. Aus Pontons wurde ein künstliches Wasserbecken aufgebaut. Mehrere hundert Sandsäcke dekorierten den Rand dieses Beckens. In der Mitte ragte eine Pumpe mit aufgesetztem Strahlrohr heraus. Eine Wasserfontäne konnte damit erzeugt werden. Den Strom für die Pumpe lieferte der Lichtmastanhänger der Fachgruppe Beleuchtung.
Bei so vielen Attraktionen an frischer Luft wurde der eine oder andere sicher auch hungrig. Dank dem Küchenteam um Inge und Klaus Schaller konnte aufkommender Hunger schnell gestillt werden: Gulaschsuppe aus der Gulaschkanone, selbst gebackener Kuchen und Kaffee konnten gegen eine kleinen Obolus erworben werden. Durstlöscher boten die Mitarbeiter der gastronomischen Einrichtung: „Zur alten Freundschaft“ an. Deren Inhaber, Reiner Mönnich, hilft bei Einsätzen wie dem Hochwasser 2010 in Görlitz schnell und problemlos auch an Wochenenden mit Getränken aus. „Bei Großschadenslagen kann ich gar nicht so viel Getränke bevorraten, wie dann benötigt wird“, erklärt Klaus Schaller. Deswegen sei er Reiner Mönnich auch dankbar für die Unterstützung. Außerdem luden noch eine Crêpes-Bude sowie eine Eisenbahn für die Kleinsten Besucher zum Verweilen ein.
Natürlich blieb es nicht nur bei der Technikschau. Auch Vorführungen wurden dem Besucher zur Unterhaltung geboten. Das Geschenk von der Berufsfeuerwehr, der zweifach Verteiler für B-Schläuche, ist gleich in die erste Vorführung eingebaut worden. Die Leistung der Pumpen wurde vorgeführt. Es wurden zwei Behälter à tausend Liter mit ihnen binnen weniger Minuten befüllt. Im Anschluss durften vier freiwillige aus dem Publikum ihr Können unter Beweis stellen. Die vorher benutzte Pumpe wurde durch sie aus dem Becken gehoben. Das reele Gewicht einer solchen Pumpe, zusätzlich mit Wasser vollgelaufen, sollte einmal live erlebt werden. Sofort danach ging es für die Freiwilligen zum Sandsack befüllen. Der Ortsverband demonstrierte damit, mit welchen Tricks und wenig Aufwand Sandsäcke befüllt werden können. Damit die Mühe für die Freiwilligen nicht umsonst war, überreichte ihnen der Zugführer am Ende kleine Präsente.
„Retten aus Höhen und Tiefen“, hieß es bei der zweiten Bergungsgruppe. Am Bergeturm durfte sich ein Gast retten lassen. Mit Hilfe des Schleifkorbs führten die Helfer vor, wie Personen aus Höhen abgelassen werden. Dabei befand sich der Besucher im Schleifkorb. Für ihn war es sicher besonders aufregend, auch wenn er nur einem Meter über dem Boden schwebte, so sah er doch nur sehr eingeschränkt, was um ihn herum passierte. Gruppenführer Mario Müller erklärt nebenbei, auf welche sicherungsrelevanten Dinge geachtet werden muss.
Insgesamt betreuten 25Helfer die Stationen, erklärten die Fahrzeuge und sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Tages.
Ab 20Uhr wurde dann der Ausklang der Festivität mit einem Auftritt des Görlitzer Karnevalsclub eingeläutet. Bei diversen Getränken, Bratwurst und Live-Musik durch Sänger Olli S. konnte man gemeinsam noch in Erinnerungen schwelgen, tanzen und auf die nächsten zwanzig Jahre anstoßen.
2011 kann der Ortsverband Görlitz auf 20Jahre Aufbau, Etablierungsarbeit und Anerkennung zurückblicken. Auf diesen Seiten soll nun mit Hilfe von Bildern, schriftlichen Rückblicken und Erinnerungen der Helfer an die vergangenen 20Jahre erinnert werden.
August 1990: erste Kontaktaufnahme mit den THW OV Sulzbach-Rosenberg; Gerold Noack und Herr Delle führen erste Gespräche; Grudstein für weitere Zusammenarbeit ist gelegt
18.-22.2.91: Besuch des Grundlehrgangs für Ortsbeauftragte an der THW Bundesschule Hoya durch Gerold Noack
16.04.1991: Herr Vorholz besucht Görlitz erstmal und führt ein Gespräch mit dem Landrat des Landkreises Görlitz, Herr Liebig
1.6.91: Herr Noack und sechs weitere Vertreter aus Sachsen nehmen als Zuschauer am Bundeswettkampf der Instandssetzungszüge in Mainz teil
17./18.06.91: Der Landesbeauftragte von Bayern und Beauftragter für Sachsen, Herr Vorholz, besuchen den Oberburgermeister der Stadt Görlitz, Herrn Lechner, und die Landräte der ostsächsischen Kreise, um die Gründung des Ortsverbandes Görlitz vorzubereiten Die Presse erhält erstmals informationen über das THW
02.07.91: Besuch im Landkreis Schwarndorf erstes Treffen mit dem Landrat, Herrn Schuuierer, dem Geschäftführer des THW,Herrn Ott, und einigen Ortsbeauftragten Übernahme der Patenschaft mit dem neu zu gründenden OV Görlitz
18./20.07.91: der Geschäftsführer des THW in Schwandorf besucht erstmals Görlitz die patenschaftliche Zusammenarbeit und die Gründung des OV wird vorbeeitet
05.09.91: die ersten Fahrzeuge aus NVA -Beständen werden zum Umlackieren an die Brandschutztechnik Görlitz Gmbh übergeben
20.09.91: Gründung des Vereins der Helfer und Förderer des THW Görlitz e.V. der erste Verein in Sachsen, Herr Noack seitdem Vorsitzender
21.09.91: Technik- und Geräteschau der Ortsverbände des Geschäftsführerbereiches Schwandorf auf dem Marienplatz Görlitz
05.11.91: Übergabe von 2 gebrauchten Fahrzeugen für den Beginn der Tätigkeit des OV
08.11.91: Gründung des THW Ortsvrbandes der erste OV in Sachsen, Herr Noack ist erster Ortsbeauftragter
Frühjahr 1992: die Jugendgruppe wird gebildet auch die Jugendgruppe ist die erste in Sachsen, seitdem ist Herr Restetzki Jugendbereuer
Mai 92: alle 14 Tage führt ein Ortsverband aus dem Geschäftsführerbereich Schwandorf die Ausbildung der Helfer in Görlitz durch
16.05.92: Anlässlich des 40.Jahrestages der Gründung des THW in Bayern nimmt Herr Noack am Festakt teil
Juni 92: 2 Spielfest des Landkreises Görlitz erste Teilnahme an einer öffentlichen Veranstaltung, positives Echo in der Presse
November 92: erster praktischer Einsatz des OV im Rahmen der Ausbildung wird eine Entaschungsanlage zerlegt
01.05.93: Herr Noack legt auf Grund von dienstlichen Belastungen sein Amt als Ortbeauftragter nieder, Herr Wolfgang Große führt die Geschäfte weiter
03.07.93: die ersten 22 Helfer legen die Prüfung der Grundausbildung erfolgreich ab
03-05.09.93: „Tag der Sachsen “ in Görlitz die erstmalige Teilnahme des OV Görlitz seitdem wurde immer daran teilgenommen
Frühjahr 1994: Beginn der Ausrüstung mit neuen Fahrzeugen
01.09.94: Herr Heinze wird neuer Ortsbeauftragter er ist seitdem in dieser Funktion
09.12.95: die THW Landeshelfervereinigung wird gegründet unser Helferverein ist Mitbegründer
28.06.96: Gründung des THW- Länderverbandes Sachsen Thüringen im Altenburger Schloß
30.04.99: Übergabe der neuen Unterkunft damit ist endlich die Voraussetzung für eine ordentliche Ausbildung und Unterbringung gegeben
06.05.99: Teilnahme des OV Görlitz an einer deutsch – polnischen Übung mit Schlauchbooten wird eine Brücke über die Neiße gebaut Der Präsident des Regieungsbezierkes Dresden Überzeugt sich von der Sache selbst vor Ort
04.12.99: Der Ortsbeauftragter, Herr Heinze; wird von der Stadt Görlitz mit dem „Meridian des Ehrenamtes“ als Dank für seine engagierte ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet
15,-17.09.2000: Anlässlich des 50.Jahrestages der Gründung des THW in Berlin nimmt der Ortsverband mit Ausrüstung und Material teil
21.-22.09.01: Teilnahme des THW an der KatS- Übung von ganz Deutschland
24.11.01: Festveranstaltung zum 10.Jahrestag der Gründung des Ortsverbandes |
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