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Ausbildungsthema: lebensrettende Sofortmaßnahmen

„Die lebensrettenden Sofortmaßnahmen, die ein Ersthelfer in einer Notfallsituation mit verletzten, erkrankten oder vergifteten Personen zu ergreifen hat, ist das Ausbildungsthema der Samstagsausbildung am 31.03.12 im Ortsverband Görlitz.

 

Sie sind als das folgende Bündel an Maßnahmen definiert, wobei der Ersthelfer je nach Situation eine oder mehrere davon ausführen muss:

 

-Absichern des Unfallorts und Retten von Verletzten

 

-Absetzen eines Notrufs

 

-stabile Seitenlage des Notfallpatienten

 

-Herzdruckmassage, Beatmung und Defibrillaton

 

-Blutstillung, Schockbekämpfung

 

Ziel ist der Erhalt bzw. die Wiedererlangung der lebenswichtigen Körperfunktionen des Patienten, der so genannten Vitalfunktionen. Den lebensrettenden Sofortmaßnahmen geht der Eigenschutz voraus, einzelne Maßnahmen unterbleiben, wenn sie nur unter Gefahr für Leib und Leben des Ersthelfers durchzuführen wären.“

Die Helfer des Ortsverbandes nahmen erfolgreich an der Ausbildung teil.

 

„Wikipedia®“

 

"Bilder T.Rothert"


Samstagausbildung 25.02.2012

 

Eine Kolonnenfahrt mit dem Ziel Sproitz war die erste Aufgabe an dieser

Samstagsausbildung. Hierbei wurde, wie vom Zugführer geplant, auf halber

Strecke ein liegengebliebener LKW abgeschleppt. In Sproitz angekommen wurde

die ansässige Tauchschule besichtigt.

 

Das nächste Ziel der Kolonnenfahrt war das Übungsgelände in

Görlitz-Klingewalde. Dort erkundete der Zugtrupp die Ruinen sowie

teilzerstörte Gebäude aus denen Hilfeschreie zu vernehmen waren.

Die Bergungstruppen des Technischen Zuges retteten die Personen mit

Bergetüchern.

 

Das Einsatzgerüstsystem kam im zweiten Teil der Ausbildung zum Einsatz. Mit

diesem können Höhen überwunden und schlecht zugängliche Stellen erreicht

werden.

Der Einsatzbefehl des Zugführers lautete: "Brücke mit 4 Metern

Durchfahrtshöhe aus dem Einsatzgerüstsystem bauen ". Diese Brücke wurde von

den Helfern in kürzester Zeit konstruiert.

Nach dem Rückbau fuhr der Technische Zug in den Ortsverband zurück und

beendete nach der Wiederherstellung der Einsatzbreitschaft die

Samstagsausbildung.



Neues Jahr - Neue Herausforderungen

„Hochwasser in und um Görlitz“ hieß der Einsatzbefehl für alle Gruppen des Technischen Hilfswerks vom Ortsverband Görlitz zur ersten Samstagsausbildung im Jahr 2012.

 

Bereits am frühen Morgen galt es verschiedene Koordinaten auf einer Karte zu finden. Das ist ansich aber noch keine Herausforderung für einen echten THW-Helfer. Die verschiedenen Punkte wurden zuvor vom Zugführer an alle Gruppenführer weiter gegeben. Anschließend sollte das Gebiet um diese Koordinatenpunkte von den Gruppen auf Schäden und Gefahren erkundet werden. Nun hieß es planen: Erkundungsziel? Anfahrtsweg? Erkundungstrupps? usw.

 

Die sogenannte „Allgemeine Lage“ war für alle Gruppen gleich; nach langen und ergiebigen Regenfällen traten die Flüsse und Bäche im Raum Görlitz über ihre Ufer und überschwemmten alle umliegenden Flächen und Gemeinden – für die Görlitzer ist das eine fast jährlich wiederkehrende Situation. Im Detail aber unterschieden sich die Aufgaben der einzelnen Gruppen. Für einige Einsatzkräfte galt es einen Deichbruch am Görlitzer Volksbad zu erkunden und zu berechnen, wie viele Sandsäcke wohl nötig wären, um die Bruchstelle zu schließen. Währenddessen machte sich der andere Teil der Helfer auf den nicht all zu langen Weg nach Ebersbach, um dort eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Die gestellten Aufgaben waren keinesfalls nur ausgedacht – nicht lange Zeit zuvor hatten viele der Görlitzer THW-Helfer hier selbst bereits mehrere Hochwässer erlebt. „Das waren anstrengende Einsätze“, erinnert sich ein Helfer.

 

„Eine umfassende Erkundung ist für den Einsatzerfolg sehr wichtig“, weiß Andreas Otte, Zugführer im Ortsverband Görlitz. „Ohne die Situation vor Ort zu kennen, kann man den Schadensursachen nicht wirkungsvoll entgegen gehen.“

 

Zeitgleich zu den Erkundungen behielt der Zugtrupp die Situation im Überblick, führte eine Lagekarte, koordinierte die Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen und führte das Einsatztagebuch. Eine umfassende Einsatzdokumentation wird auch für das THW immer wichtiger. All diese Dinge werden bei den monatlichen Ausbildungen immer wieder geübt, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein.

 

Nachdem die Gruppen ihre Erkundungen erfolgreich abgeschlossen hatten, hieß es auf dem Gelände des THW Görlitz noch einmal kräftig anpacken. Eine Behelfsbrücke musste errichtet werden. Ob bei Hochwassereinsätzen oder um einfach nur Kabel über eine Straße zu führen, solche Sachen gehören zum grundlegenden Handwerkszeug eines THW-Helfers. „Es heißt für jede Situation vorbereitet zu sein. Ich lerne hier viele Sachen, von denen ich vorher noch nichts gehört hatte“ sagt Juliane Koch – Helferanwärterin in der aktuellen Grundausbildungsgruppe im Ortsverband Görlitz.

 

Zu jeder Samstagsausbildung steht ein anderes spannendes Thema an. Meist mit viel Aufwand vorbereitet, werden alle Mitglieder des Ortsverbandes immer wieder vor kleine und große Herausforderungen gestellt. – Die größten Herausforderungen sind aber immer die Einsätze.

 

Sichtlich zufrieden und geschafft beendet Zugführer Andreas Otte den Dienst an diesem Samstag. „Die Jungs und Mädels haben wieder einmal gute Arbeit geleistet“. – 17:00 Uhr Dienstschluss.

 

Text: Michael Kruhl




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