Am vergangenen Freitag, den 8. April 2011, hatte die erste Bergungsgruppe des Ortsverbandes Görlitz ihren Dienst. Aus diesem Grund fuhren sie auf das Übungsgelände Klingewalde, um dort das Auffinden und Retten von Verletzten Personen zu trainieren.
Auf dem Übungsgelände gibt es mehrere unterirdische Gänge, die teilweise nur durch schmale Schächte erreichbar sind. Zwischendurch bieten kleine, enge Räume die Möglichkeit sich ein wenig aufzurichten. Tageslicht ist ebenfalls kaum bis nicht vorhanden. In diesem Tunnelsystem waren mehrere Verletzte verschüttet bzw. verunfallt. Die galt es vor allem sanft zu retten.
Mit Hilfe von Hebekissen oder auch den eigenen Händen als Schaufeln konnte diese Aufgabe bewältigt werden.
Was die Helfer der ersten Bergungsgruppe jedoch nicht wußten, an diesem Tag wurden sie von ihrem Zugführer genau beobachtet. Dieser hatte zu Jahresbeginn jeder Gruppe des Ortsverbandes verschiedene Themen gegeben, die sie wiederholen bzw. sich erarbeiten mussten. Am Quartalsende nun müssen die Gruppen zeigen, was sie gelernt haben. Die Aufgaben gelten als Motivation, dran zu bleiben um neues zu lernen. Außerdem kann der Zugführer so besser die Stärken und Schwächen der Gruppen herausfinden.
Wann die Gruppen dran sind, wissen sie vorher nicht. Dies kann zu jedem Dienst passieren oder nach hinten raus varriieren.
Als Verletzte für die erste Bergungsgruppe stellten sich die Helferanwärter der Grundausbildung zur Verfügung. So bekamen sie am eigenen Leib zu spüren, wie man mit Verletzten umgehen muss, damit diese sich wohl fühlten.
Das wohl "schlimmste" war für einzelne Helfer wie auch Helferanwärter die vielen Spinnen, die sich in dem Tunnelsystem aufhalten. Die Angst vor Spinnen zu überspielen, war wohl eines der größten Aufgaben an diesem Abend. (sh)
Fotos: Kay-Uwe Hering