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Presseartikel - Einsätze


Bericht aus der Sächsischen Zeitung

Berlin. Nach der Erdbebenkatastrophe in Japan beteiligt sich auch Deutschland an der internationalen Hilfe. Mitglieder des Technischen Hilfswerkes (THW) sind bereits nach Japan entsandt, um die Suche nach Überlebenden sowie die Aufräumarbeiten zu unterstützen. In Deutschland wurde der THW-Experte Michael Kruhl aus Reichenbach/OL als Verbindungsmann des THW zum Bundesaußenministerium berufen. Der im Kreis Görlitz die Krisenmanagement-Firma „Kommplex“ betreibende 30-Jährige erarbeitet maßgeblich die Koordinierung des deutschen Hilfseinsatzes. (SZ/rs)


Quartalszeitung Stadtwerke Görlitz



Sächsische Zeitung vom 16.12.2010

Kurzes Protokoll eines langen Görlitzer Wintertags

Von Ralph Schermann

 

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07.30 Uhr blockiert eine Weiche am Weinberg. Der Schaden wird schnell behoben, aber für 20 Minuten kommt der Fahrplan der Straßenbahn durcheinander. Das passiert bis Mittag öfter: „Immer wieder kommen Autos nicht vom Fleck“, bestätigt Norbert Weigt. Auf der Kunnerwitzer Straße steht die Tram 40 Minuten, bis ein liegen gebliebener VW abgeschleppt ist. Von Pkws versperrt wird auch die Wendeschleife Virchowstraße, so dass ein Bus warten muss. In Rauschwalde behindert ein verrutschter Lkw den Bus. Im Gewerbegebiet Am Flugplatz macht das Technische Hilfswerk einen bei Hoinkis verrutschten Lastzug wieder flott.

 

 

 

12.02 Uhr fährt die Drehleiter der Berufsfeuerwehr an das Dach des Gerichtes am Görlitzer Postplatz. Ein Schneeüberhang droht abzubrechen. „Solche Einsätze haben wir heute immer wieder“, bestätigt Feuerwehrchef Uwe Restetzki. Nur um 12.35 Uhr unterbrechen die Wehrleute diese Arbeiten – ein kleiner, schnell gelöschter Brand ruft sie zur Paul-Mühsam-Straße. Am Nachmittag dann befreien THW und Feuerwehr das Dach des Neißebades von zu viel Schnee.

 

 

 

15.30 Uhr hat sich alles beruhigt, und es gibt auch erfreuliche Meldungen. So gab es zum Glück keine größeren Störungen im Schulbusverkehr des Umlandes. Und im Klinikum ist Sprecherin Claudia Noack froh darüber, dass es trotz des heftigen Wintertages nicht mehr Stürze und Knochenbrüche gab.

 

Auf ein Wort

 

Mitarbeit: Ingo Kramer


Sächsische Zeitung vom 12.08.2010 Hochwasser

„Endlich mal wieder ausschlafen!“

 

Nach vier Tagen Einsatz hat Thomas Rothert nur noch einen Wunsch: „Endlich mal wieder ausschlafen!“ Der junge Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW) wurde am Sonnabend, 17 Uhr, alarmiert und kennt seitdem nur ein paar kurze Schlafpausen. So richtig Erholung aber ist auf Feldbetten in Turnhallen oder im THW-Stützpunkt ohnehin nicht drin. „Und wer denkt schon an Schlaf, wenn draußen beim Hochwasser Hilfe gebraucht wird?“, fragt er.

 

Hilfe als sinnvolle Aufgabe

 

Der ledige 24-jährige Görlitzer kam vor zwei Jahren zum THW-Ortsverband. Als gelernter Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klimatechnik wurde er dort mit offenen Armen empfangen. „Ein sehr passender Beruf für uns“, bestätigt Robert Riedel vom Team Öffentlichkeitsarbeit des THW-Länderverbandes Sachsen und Thüringen, das die Görlitzer beim Hochwassereinsatz begleitete. Thomas Rothert hatte 2008 seinen Zivildienst beim DRK beendet. „Doch ich wollte unbedingt weiter ehrenamtlich Hilfe leisten“, begründet er seinen Entschluss, zum THW zu gehen. Etwas reizte den jungen Mann aber wohl auch die umfangreiche Technik.

 

Beim Ortsverband gehört er als Helfer zur zweiten Bergungsgruppe. Die kam am Sonnabend zunächst in Zittau zum Einsatz, wurde später aber wieder nach Görlitz beordert. Da war mittlerweile die Flutwelle des Witka-Dammbruchs durch die Stadt gerast. Mit elf weiteren Helfern stand Thomas Rothert ab Mitternacht im Weinhübler Wasserwerk. „Da war die braune Brühe dort noch drei Zentimeter hoch, eine Stunde später aber standen wir bereits knietief mittendrin“, erzählt er. Gemeinsam mit Feuerwehrleuten füllten und stapelten die Helfer unzählige Sandsäcke, ergänzten deren Verbau immer wieder und versuchten, mit mehreren Pumpen der Lage Herr zu werden. Als die Männer dann vier Stunden später abgelöst wurden, war ein Erfolg ihrer Bemühungen zumindest zu ahnen. Heute kann man sagen: Ohne Thomas Rothert und seine Mitstreiter wäre das Görlitzer Wasserwerk wohl auf längere Zeit ausgefallen, die Wasserversorgung der Stadt Görlitz empfindlich gestört.

 

Nach kurzer Ruhe kam die Gruppe noch am Sonntag am anderen Ende des Wasserkreislaufes zum Einsatz – im Klärwerk Rothenburger Straße. Hier galt es, ein Überlaufen der Behälter zu verhindern, was die komplizierte Abwassertechnik gefährdet hätte. „Pausenloses Zurückpumpen des Wassers war unser Auftrag“, sagt Rothert.

 

Gemeinschaft gibt Kraft

 

Am Montag und Dienstag schickte ihn die Einsatzleitung nach Ostritz. Gemeinsam mit Erfurter THW-Helfern sicherten die Görlitzer dort erst Dämme, dann ging es in die Ortsmitte, um Keller auszupumpen. „Es ist schlimm, wenn man sieht, wie Hochwasser Existenzen vernichten kann“, sagt Thomas Rothert leise. Er stieg in Keller, wo er bis zur Hüfte im Schmutzwasser stand. „Lief alles optimal, war dieses Wasser in einer Stunde raus“, nennt er einen Durchschnittswert. Er traf trotz deren Erschütterung auf dankbare Betroffene, die nun daran gehen konnten, ihr Hab und Gut zu trocknen. „Und wir bekamen auch selbst Hilfe.“ Nicht nur Anwohner, auch Vereine, Fleischer oder Bäcker schickten den Helfern Aufmerksamkeiten, die Firma Coca-Cola gar lud im THW-Stützpunkt palettenweise Gratisgetränke ab.

 

„Das Gemeinschaftsgefühl beflügelt natürlich auch unsere Einsatzkräfte“, erlebte Thomas Rothert. Und Robert Riedel dankt allen Arbeitgebern, die die THW-Helfer in ihrer Belegschaft unkompliziert vorübergehend freistellten. Immerhin waren alle 50 Helfer der beiden Görlitzer Züge mit neun Fahrzeugen, Radladern, Kippern und Pumpenhängern im Einsatz, unterstützt von Gruppen aus ganz Sachsen. „Die Görlitzer waren schnell und professionell“, lobte der Beobachter des Landesverbandes gestern am Nachmittag – als der nächste Einsatz die Helfer nach Bautzen zu Aufräumarbeiten in den überfluteten Waggonbau rief.

 

Schlaf erst nach der Feier

 

THW-Zugführer Andreas Otte überraschte der Alarm am Sonnabend mitten in seinem Junggesellen-Abschied. Heute feiert er im Görlitzer Stützpunkt seine Polterhochzeit. Nach tagelangem, unermüdlichem Einsatz werden viele Helfer zu Gast sein. Auch Thomas Rothert wird sich da mit dem ersehnten langen Ausschlafen wohl noch eine Weile gedulden müssen.

 

Von Ralph Schermann SZ


Artikel aus der Sächsichen Zeitung zum Tornado in Großenhain

Hier ein Artikel aus der Sächsischen Zeitung:

 

Das gewaltige Unwetter, das gestern Nachmittag durch die Region zog, hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt, Hagelkörner demolierten Autos und brachten Fensterscheiben zum Bersten. In Großenhain drohte ein Hochhaus auf der Elsterwerdaer Straße einzustürzen. Die Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Feuerwehr und Polizei waren ebenso im Einsatz, wie Dachdecker und Mitarbeiter der Enso Energie Sachsen Ost AG. Auf einem Feld bei Bauda knickten drei Strommasten um. Fachleute waren vor Ort, um die Leitungen zu kontrollieren und den Schaden aufzunehmen. Wie hoch der gesamte Sachschaden in der Region ist, konnte gestern noch niemand beziffern.

 

Die Betroffenen sind entsetzt über das Ausmaß der Zerstörung. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagt Roswita Kubach aus Jacobsthal. Ihr Garten gleicht einem Trümmerfeld. Hühnerei-große Hagelkörner haben unzählige Löcher in die Fassade ihres Gartenhauses geschlagen, die Rollläden an ihrem Haus sind kaputt. Auf der gesamten Straße Am Wald war der Strom weg, weil Masten umgekippt und Leitungen gerissen waren.

 

Ihr Nachbarn Frank Smyreck ist fassungslos über den Unwetterschaden. Eine große Birke krachte auf sein Grundstück und demolierte seinen massiv gebauten Hundezwinger. „Zum Glück war mein Hund im Wohnhaus. Aber dort sind die Fensterscheiben sind zu Bruch gegangen.“

 

Straßen in Trümmern

 

Noch schlimmer hat es die Bewohner in Bauda und Colmnitz erwischt. Ganze Straßenzüge lagen in Trümmern, Stromleitungen hingen abgerissen von den Masten bis auf den Weg herunter.

 

Das Haus von Desdemona und Mario Büttner in Bauda gleicht einem Schlachtfeld. „Ich habe nur ein großes Rumpeln gehört und plötzlich die Dämmung gesehen“, erzählt die Hausbesitzerin. Das Dach über der Küche hatte der Sturm abgerissen, Ziegel und Teile des Dachstuhls lagen im Grundstück, wo sonst das Auto immer steht. Personen kamen bei dem Unglück dort nicht zu schaden.

 

Andere berichten ähnliches. „Die Wucht des Sturmes war enorm. Mein Birnenbaum liegt dort drüben“, sagte ein älterer Baudaer und zeigt über die Straße auf das Grundstück eines Nachbarn. Bei Familie Otto auf der Riesaer Straße landete ein riesiges Teil eines Blechdaches im Hof: „Keine Ahnung woher das kommt. Die Spitze der Kirche ist auch umgeknickt“, so der Baudaer.

 

Auch in der Notfallaufnahme des Großenhainer Krankenhauses war „die Hölle los“, so eine Schwester. Ein sechsjähriges Mädchen aus Großenhain konnte nur noch tot ins Krankenhaus gebracht werden. Zahlreiche Leichtverletzte mussten behandelt werden. Der Zustrom von Betroffenen riss nicht ab.

 

Die Großenhainer Stadtverwaltung richtete einen Katastrophenstab ein, um die Einsätze in der verwüsteten Stadt zu koordinieren. So war der Schornstein der Großenhainer Papierfabrik eingestürzt, am Anschluss des zweiten Bauabschnittes der Ortsumfahrung versperrte ein umgestürzter Kran die B101 komplett. Auch die Bahntrassen waren betroffen. Hier blockierten umgestürzte Bäume die Schienen, teilweise war sogar die Oberleitung gefährlich heruntergerissen. Im Ortsteil Rostig sollen ganze Schuppen aus der Erde gerissen worden sein. Ein Großenhainer Wohnblock musste evakuiert werden, da er einzustürzen drohte.

 

Schon kurz nach dem Unwetter begannen in den betroffenen Ortschaften die Aufräumarbeiten. Vor allem auf den Dächern versuchten die Bewohner mit Planen notdürftig die riesigen Löcher abzudecken. Herbei gerufene Dachdecker begannen, zumindest die größten Schäden zu reparieren. Umgeknickte und entwurzelte Bäume wurden von Feuerwehrkameraden und Anwohnern von den Straßen geräumt, Äste aufgekehrt, kaputte Ziegel bei Seite geschafft.



THW -Hochwasser 2010 in Polen

Sächsische Zeitung: 21.Mai 2010


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Görlitzer hilft Menschen auf Haiti


Orkan in Deutschland - auch in Görlitz

Auch für das THW war wieder eine anstrengende Nacht zu bewältigen ...


Ukrainischer Kleinbus verunglückt ...

Schrecken in der Nacht für 9 Ukrainer..


Qualm im Tunnel ...

Ein Auto aus den Niederlanden hatte am Sonnabend ...


Evakuierung nach Fliegerbombenfund

Massen-Evakuierung nach Bombenfund

In Görlitz ist am Vormittag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Ein Baggerfahrer war im Stadtviertel an der Briesnitzer Straße auf das 100 Kilogramm-Geschoss gestoßen. 300 Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk sind im Einsatz. Über 1000 Menschen mussten evakuiert werden...



Evakuierung nach Fliegerbombenfund die 2.

Die Entschärfung wird wiederholt.. Binnen vier Tagen rückte der Kampfmittelbeseitigungsdienst erneut zur Biesnitzer Straße in Görlitz aus.

Generell ist es nicht ungewöhnlich, dass mal zwei Bomben nah beieinander liegen. Zehn Prozent all dieser im Zweiten Weltkrieg abgeworfenen Ungetüme blieben ohnehin Blindgänger. „Ungewöhnlich ist das nur für Fundstellen in Görlitz“, sagt Holger Klemig. Er ist Sprengmeister beim Kampfmittelbeseitigungsdienst Dresden und kennt ganz andere Orte mit Funden dieser Art. Nach Görlitz kommt er selten. Diesmal aber ist er nach vier Tagen schon wieder hier..



Einsatz Autobahn BAB4

Tunnel wegen Stau gesperrt. LKW Lawine gefährdet Sicherheit / THW regelt den Verkehr...



5.BOS Lauf

Viele Uniformen und Fagrzeuge für eine gemeinsame Idee.

Gestern stand der Görlitzer Untermarkt ganz im Zeichen...




 

 

 

 

 


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